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CMD Dortmund

…ist kein Schicksal!   Wir können Ihnen helfen!

CMD – Eine Erkrankung mit weitreichenden Folgen

Hinter dem Kürzel CMD verbirgt sich ein kompliziertes Wort, nämlich die Cranio Mandibuläre Dysfunktion. Diese Funktionsstörung des Kauorgans gehört zu den häufigsten Erkrankungen in der Zahnmedizin, wird aber oft nicht erkannt. Die CMD ist ein äußerst komplexes Krankheitsbild, das in der Regel nicht durch einen einzigen, sondern durch mehrere Faktoren ausgelöst wird, die das Kausystem unterschiedlich stark belasten. Solche Belastungen können auf- oder absteigend sein.

Störungen der Rücken- oder Nackenmuskulatur wie Haltungsschwächen, Bandscheibenprobleme oder Beckenschiefstand können zu Fehlstellungen des Kiefergelenks führen (aufsteigende Belastung). Umgekehrt können aber auch Störungen an der Kiefermuskulatur die benachbarten Hals- und Rückenmuskeln verändern (absteigende Belastung).

Häufige Symptome einer CMD:

 

  • Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen
  • Migräne
  • Schmerzen im Kiefergelenk
  • Tinnitus
  • Ohrenschmerzen
  • Schlaf- und Konzentrationsstörungen
  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Zahnabrieb
  • Zähneknirschen und –pressen (Bruxismus)
CMD 1
CMD 2
Vielfach haben Patienten mit solchen oder ähnlichen Beschwerden eine jahrelange Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich, bis die Zusammenhänge diagnostiziert werden und eine entsprechende Therapie in die Wege geleitet werden kann.

Um eine CMD erfolgreich zu behandeln bedarf, es einer interdisziplinären Therapie, bei der Ärzte und Therapeuten unterschiedlicher Fachrichtungen beteiligt sind. Nur durch eine solche Zusammenarbeit kann ein entscheidender Behandlungserfolg erzielt werden.

Fallbeispiele

Hier möchten wir Ihnen einige Diagnostik- und Therapiebeispiele von CMD-Patienten demonstrieren. Die Fälle sind authentisch und wurden wie beschrieben vom CMD-Team betreut. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir aus datenschutzrechtlichen Gründen die Namen der Patienten nicht nennen können.

Fallbeispiel 1 (Patientin 35 Jahre)

Die Patientin begab sich wegen chronischer Nacken- und Schulterschmerzen in orthopädische Behandlung. Nach eingehender Untersuchung durch den Orthopäden wurde ein Beckenschiefstand diagnostiziert und gleichzeitig eine Fehlstellung der Zähne mit einseitigem Aufbiss (linke Kieferseite) festgestellt.
Wie kommt es zu den Beschwerden im Nacken- und Schulterbereich?

Das gesamte muskuläre System, das zu diesen Beschwerden führte, beginnt mit der Kiefermuskulatur, zieht sich über die Kiefer, die Schläfen, den Nacken und die Schultermuskeln bis hin in den Beinbereich hinein. Eine alleinige Beseitigung des Beckenschiefstandes würde nur kurzfristig zu einem Therapieerfolg führen. In diesem Fall muss unbedingt berücksichtigt werden, dass nur ein ganzheitlicher Ansatz langfristig erfolgversprechend sein kann.

Fallbeispiel 2 (Patient 60 Jahre)

Der Patient hatte starke Abschlifferscheinungen an den Zähnen und klagt bei der Erstuntersuchung durch den Zahnarzt über Kiefergelenkprobleme sowie Nacken- und Schulterbeschwerden, die sich bis in den Beckenbereich hinein ziehen.

Therapie-Maßnahmen:

  1. Physiotherapeutische Behandlung des Beckenschiefstandes
  2. Manuelle Therapie und Akupunktur durch den Orthopäden
  3. Schienentherapie durch den Zahnarzt mit anschließender kieferorthopädischer Behandlung. Nach Aufrichten der schräg gestellten Seite (nicht geschlossene Zahnlücke / gekippte Zähne) konnte relativ schnell ein gleichmäßiger Aufbiss erreicht werden.
  4. Lückenschluss durch den Zahnarzt mittels einer Brücke.
Therapie-Maßnahmen:

  1. Der Patient erhielt vom Zahnarzt eine Aufbiss-Schiene, durch die eine neue Bisslage erreicht werden konnte.
  2. Gleichzeitig überprüften Orthopäde und Physiotherapeutin die Körper-Symmetrie mit dem Ergebnis, dass sich allein durch die Bisshebung eine deutliche Besserung erzielen ließ. Gemeinsam gelang es Ihnen, die völlig verspannte Muskulatur des Patienten wieder zu lockern.
  3. Vom Zahnarzt wurden Kronen eingebracht, die den Effekt einer Bisshebung (vorher überprüft durch Schiene) hatten.
Bei dieser Patientin stellte sich der Therapieerfolg schon nach sechs Monaten ein. Sie ist nunmehr seit zwei Jahren beschwerdefrei.
Der Patient war nach wenigen Monaten interdisziplinärer Therapie völlig beschwerdefrei und ist es bis heute.
Dr. Wolfgang Günnewig
Dr. Wolfgang Günnewig
Webseite Dr. Günnewig
Seit über 20 Jahren sind Dr. Günnewig und Dr. Vortmeyer in der Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen tätig. Anfänglich war die Therapie rein zahnärztlich ausgerichtet. Dann aber gelangten die Ärzte immer mehr zu der Erkenntnis, dass das Krankheitsbild CMD nicht allein aus zahnmedizinischer Sicht betrachtet werden darf. Folglich suchten sie Kontakt zu Kollegen aus anderen Fachrichtungen, um CMD-Patienten gemeinsam und ganzheitlich behandeln zu können.

Das Fachgebiet der Zahmedizin konzentriert sich auf die Wiederherstellung eines exakten Bisses. Dies geschieht in den allermeisten Fällen durch den Therapieansatz mit einer transparenten Aufbiss-Schiene, die fast immer einen schnellen (Teil-)Erfolg zeigt. Aber erst im Zusammenwirken mit anderen Fachärzten und Therapeuten lässt sich ein dauerhafter Erfolg erzielen.

Erst nach Abklärung aller Fehlfunktionen des Körpers (Ursachen der Funktionsstörung) kommt der Zahnarzt zu seiner endgültigen Therapieentscheidung. Diese wird dem Patienten natürlich vorab genau erläutert und gemeinsam diskutiert.

CMD-weitergebildete Zahnärzte legen besonderen Wert auf die komplette Ausheilung der Beschwerden der Funktionsstörung sowie auf einen dauerhaften Erfolg.

 

Dr. Martin Vortmeyer
Dr. Martin Vortmeyer
Webseite Dr. Vortmeyer